Evangelische Kirche im Süden Anhalts

Jahreslosung 2021

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Lukas 6,36

Die Kirche in Reinsdorf

Kirchenruine Reinsddorf

Geschichte der Kirche und der Gemeinde

Bereits in der Jungsteinzeit ist eine umfangreiche und durchgängige Besiedlung des heutigen Ortsgebietes anhand von archäologischen Funden, nachgewiesen. Im 1. und 2 Jahrhundert gehörte das Land zum Siedlungsgebiet der Hermanduren. Vor Beginn des 7.Jh. lebten Slawen aus dem Stamm der Colidici in diesem Gebiet. Im Zuge der Ostexpansion und der damit verbundenen Christianisierung der Slawenvölker, ist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Reinsdorf aus dem Jahr 964 überliefert, wobei vermutlich der Markgraf Gero den Ort, samt Gericht und Kirche dem Kloster Gernrode vermachte. Seinen Namen verdankt es einem Besitzer namens Reinhold oder Raginwald. 1253 schenkte der Graf Günther von Dornburg seinen Besitz in und um Reinsdorf dem St. Nikolaistift zu Magdeburg. Das Bestehen eines Marktes und einer Kirche sind belegt. Um 1370 gehörte die Kirche zur Dompropstei Magdeburg. Im April 1587 wurde die Übereignung von zwei Rittersitze in Reinßdorff, samt umliegende Dörfer (Maßdorf, Rohndorff, Pieten), die Wüstung Hilsdorff sowie weitere Ländereien und Gerichtsbarkeiten zwischen Reupzig und Geuz beurkundet. (Quelle). Landbesitzer waren um 1600 die Fam. v. dem Werder. Während des 30-jährigen Krieges wurde Reinsdorf schwer geschädigt. 1626 und 1631 kam es zu Plünderungen. 1693 ging dieser Besitz an das Haus von Wülknitz über. 1795 fiel Reinsdorf wieder an die Landesherren, die Herzöge zu Anhalt- Köthen zurück. Mit dem Erlöschen der letzten Nebenlinie, Anhalt Pleiß, fiel der Ort und das gesamte Herzogtum dem Herzog Alexander Carl von Anhalt-Bernburg (1805–1863) zu. Seit 1867 ist die Bezeichnung "Reinsdorf" die amtliche Bezeichnung des Ortes. Am 01. Juli 1950 wurde Reinsdorf nach Görzig eingemeindet. zu.

Die Kirche in Reinsdorf

Über den Kirchbau vor 1856 gibt es leider kein Wissen mehr. Bekannt ist, dass bereits um 1300 eine Kirche bestanden hat, von welcher Mauerreste in die vor 1856 erbaute Kirche integriert wurden. 1856 wurde das Kirchenschiff und der Chorbereich in klassizistischem Stil umgebaut. Die heutige Kirche wurde nach 1950 außer Nutzung gesetzt und somit dem Verfall preisgegeben. 1970 wurde die baufällige Schweifhaube des Turmes abgetragen. 3 Bronzeglocken aus dem 12.und 13. Jahrhundert waren in dem massiven Kirchturm aufgehängt und riefen die Gläubigen zum Gebet., wie auf der kleinsten und ältesten Glocke in lateinische Inschrift ( CAMPANA CONVOCAT HOMINES – Das Geläut ruft die Leute) – zu lesen war. Die Kirche wird seit der Ausserdienststellung von einem Verein in Reinsdorf gepflegt.

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