Evangelische Kirche im Süden Anhalts

Jahreslosung 2021

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Lukas 6,36

Die Kirche in Kleinwülknitz

Skyline von Wörbzigf
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Geschichte der Kirche und der Gemeinde

Bis in das 14. Jh hinein gehörte die Kirche in Kleinwülknitz als Tochterkirche zur Kirche in Großwülknitz. Im Jahr 1318 wurde die Kirche (und die Gemeinde) eine selbständige Pfarrei. Die im 13. Jh. erbaute Kirche wurde wegen Baufälligkeit im Jahr 1831 abgetragen. Ein neuer Kirchbau wurde 1834 errichtet. Der Bau ist stark an den preussischen Klassizismus angelehnt und die Arbeit des Architekten Conrad Hengst, seit 1830 Bauinspektor des Herzogtums Anhalt-Köthen, erinnert ein wenig an die Bauten von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841). Mit etwas Phantasie kann der Betrachter einige bauliche Besonderheiten entdecken, die die Gedanken zur Friedrichswerderschen Kirche in Berlin führen. In einen rechteckigen Saalbau ist der quadratische Turm zu 2/3 seiner Grundfläche eingeschoben. Über eine Freitreppe erfolgte der Zugang durch den Turm- und somit von Westen her. Die mit dem Neubau errichtete Orgel wurde 1925 durch den Austausch des Orgelwerkes (Fa. Friedrich Fleischer - Hof-und Orgelbaumeister aus Dessau) saniert. Die letzten Reparaturarbeiten fanden 1908 statt. Die Kirche wird auf Grund eines Beschlusses des Gemeindekirchenrates nicht mehr zum gottesdienstlichen und gemeindlichen Gebrauch genutzt. Die Kirchengemeinde sucht dringend nach einer neuen Nutzungsmöglichkeit für das Kirchengebäude.
Über das Pfarrhaus liegen uns leider kaum Informationen vor. Bereits zu DDR- Zeiten wohnte in Kleinwülknitz kein Pfarrer mehr. Die Kirchengemeinde in dem ohnehin sehr kleinen Ort war zahlenmäßig so klein, dass eine Zusammenlegung der Gemeinden von Klein- und Großwülknitz unumgänglich war. Die Wohnungen im Pfarrhaus wurden vermietet. Ab 1991 hatte die Kirchengemeinde erhebliche Probleme in und mit der Vermietung des Wohnraumes. Dringende Sanierungsarbeiten konnten nicht durchgeführt werden. Schließlich entschied sich die Kirchengemeinde (Klein- und Großwülknitz hatten sich zwischenzeitlich mit Löbnitz an der Linde, Dohndorf und Wörbzig zur "Kirchengemeinde Wörbzig" zusammengeschlossen) zum Verkauf des Hauses. Doch auch ein Verkauf der Immobilie erwies sich als ausgesprochen schwierig. Letztlich, als umfangreiche und kostenintensive Sicherungsmaßnahmen wegen der vom Gebäude ausgehenden Gefahren hätten getroffen werden müssen, beschloss die Kirchengemeinde im Jahr 2010 den Abriß des Gebäudes.

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Kirche in Kleinwülknitz
Kirche in Kleinwülknitz
Kirche in Kleinwülknitz
Kirche in Kleinwülknitz
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