Evangelische Kirche im Süden Anhalts

Jahreslosung 2021

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Lukas 6,36

Die Kirche in Gerlebogk

Skyline von Gerlebogk
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Geschichte der Kirche und der Gemeinde

Der Ort Gerlebogk hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich um 1182 in Zusammenhang mit einer Schenkung des Erzbischofs Wichmann von Magdeburg an das "Kloster zum neuen Werk" in Halle. 1392 gehörte der Ort zu den Besitzungen des Schlosses Gröbzig, im 15.Jh. war der Ort Eigentum der Herren "aus dem Winkel" und "von Dieskau". Diese verkauften 1567 den Ort an die Familie von Werder. Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort mehrfach von durchziehenden Armeen und versprengten Söldnern heimgesucht und geplündert. Durch die große wirtschaftliche Not wurde auch hier der Ausbruch der Pest begünstigt. Noch im 30-jährigem Krieg fiel das Dorf "wüst", d.h. es wurde von seinen Einwohnern, die die Plünderungen und die Pest überlebt hatten, verlassen. Gebhard Paris von Werder baute 1671 oder 1674 den ganzen Hof wieder auf und nannte den Ort "NeuWerder". Im 18. Jh. erhielt der Ort seinen ursprünglichen Namen "Gerlebogk" zurück.
1695 wurde eine Kirche in Gerlebogk ( euWerder) als Tochterkirche von Cörmigk erbaut. Diese musste aber 1815 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Die Kirchengemeinde nutzte fortan bis 1964 die Kirche in Wiendorf.

Die neue Kirche

Dank um- und weitsichtiger Gemeindeglieder gelang es mitten in der DDR- Zeit, eine kleine Kirche in Gerlebogk zu bauen. Natürlich versuchten die Behörden durch schikanöse Maßnahmen den Bau zu verhindern. Wegen des Abrisses einer alten baufälligen Scheune musste die Kirchengemeinde eine Strafzahlung leisten. Es wurde auch keine Baugenehmigung für eine Kirche erteilt, sondern nur für einen Gemeindemehrzweckraum, der auch keinen Glockenturm erhalten durfte. Doch die Gemeindeglieder ließen sich nicht einschüchtern und in vielen Stunden ehrenamtlich geleisteter Arbeit wurde ein Raum mit dem einem übergroßen "Windfang"gemauert, in dem auch eine Glocke Platz hatte -und so entstand die kleinste Kirche im Kirchenkreis Köthen (54qm) - mit Glockenturm!

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Kirche Gerlebogk
Kirche Gerlebogk
Kirche Gerlebogk

Der Innenraum

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Kirche Gerlebogk
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